Motor Revision Planung

In diesem Forum soll es um die Reparatur unserer XT gehen
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woddel
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Motor Revision Planung

Beitragvon woddel » Sa Apr 11, 2020 11:53

Hallo!

Jetzt befasse ich mich mal mit der anstehenden Revision meines Motors.
Anlass ist ein viel zu hoher Ölverbrauch von weit über 1 Liter auf 1000km.

Historie:
Der Motor war wahrscheinlich zuletzt 1998 inklusive Getriebe offen bei ca 75.000 km.
Kopf und Zylinder wahrscheinlich irgendwann über 100.000 km nochmal überholt.
Seit dem waren nach 115.000km 15 Jahre Beriebsruhe und seit 2017 sind 5.000 dazugekommen.

Bekannter Istzustand:
  • Bj 85
  • Läuft mechanisch ganz gut
  • Kompression mittelmäßig, manchmal - nach längerer Fahrt schwach.
  • Zylinder vermutlich 4.Übermaß
  • Laufbahn sieht per Endoskop gut aus - Honspuren noch da, kaum senkrechte Kratzer, wenig Ölkohle
  • Doppelschmierung aus alter und neuer Original-Leitung.
  • Vergaser gerade etwas verrotzt - Ultraschaller im Haus, goldener Schieber.
  • Getriebe geschmeidig.
  • Doppelzündung (seit 1988) mit angepasstem Fliehkraftversteller, XTZ750 Zündspule
  • Momentan etwas rubbelnde Kupplung weil ich unterwegs mal falsches ÖL reingekippt habe.
  • 12 Volt - ursprünglich Wunderlichumbau. Röbiregler liegt parat.
Baustellen:
  • Könnte man die Ventilschaftdichtungen bei eingebautem Motor wechseln würde ich nur das erst mal tun
Nachdem der Kopf wohl runter muss:
  • Überholung des Kopfes je nach Zustand - der macht mir am meisten Sorgen
    • Es ist ein falscher Deckel montiert ohne gefixte Kipphebelwellen - der richtige ist aber noch da
    • Ich hatte aus Geldmangel Nockenwelle, Kipphebel und Wellen gebraucht verbaut.
    • Ich meine mich an einen feinen Riss im Auslaßkanal an der Ventilführung zu erinnern.
  • Besehen der Laufbahn
  • Besehen des Pleulauges
Was ich will:
  • Einen Motor den ich lange nicht mehr aufmachen muss
  • Beibehalten der Doppelzündung
  • Beibehalten der dadurch mir sehr angenehmen Charakteristik mit brauchbarem Zug ab 2000uin
  • Eigentlich kein Tuning - wenn 135kmh drin sind ist es gut
  • Lieber sparsamer als stärker
Was ich kann:
  • Die ganze gewöhnliche Schrauberei - auch Blockteilen schreckt mich nicht, habe aber keinen Bock drauf.
Was ich nicht kann:
  • Ventilführungen wechseln
  • Zylinder Honen
  • Pleulauge fixen
  • Anständig messen
Was ich hier will:
  • Rat bei der Begutachtung
  • Evtl Hilfe bei den Dingen die ich nicht kann
Bieten kann ich:
  • Ich habe noch einen halben Motor einer Gussrad-SR. Die Teile habe ich hier schon mal eingestellt gehabt
    • Motorblock
    • Zylinder, 2. Übermaß
    • Zylinderkopf
    • Kurbelwelle mit halbwegs brauchbarem Pleulauge
    • Getriebe
Den Kram würde ich in die Waagschale werfen für etwaige Hilfen um die Familienkasse nicht zu Überlasten soweit ich sie nicht selbst verbaue.

So Juhu! Viel geschrieben und angefangen habe ich noch nicht.
Ich bin leider zuweilen Rheumagebremst und nicht immer ganz energiegeladen.
Das ist auch ein Grund die XT zu renovieren. Ich habe sie schon seit 34 Jahren - mag sie immer noch und die KTM wird höher…

Gruß
Woddel
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rei97
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Re: Motor Revision Planung

Beitragvon rei97 » Sa Apr 11, 2020 15:14

Also:
Ich will Dich nicht desillusionieren, aber da kommt trotzdem Einiges auf Dich zu.
Fangen wir mit dem Gasi an:
Totalzerlegung und schallen der Hauptteile.
Keystersatz kaufen ist nicht teuer. Wichtig ist Nadeldüse und Düsennadel beide tauschen.
Um das mit dem güldenen Schieber mal klar zu stellen:
Die Verchromung ist 8my dick und das Laufspiel eines perfekten Gasers ist 0,1mm.
Zum Tausch der Schaftdichtungen muss der Motor raus und der Kopf runter.
Die Kipphebelachsen zu bemaden ist nichts Teures, würde ich aber machen, wenn da Spiel ist.
Dann sind meist die Kipphebel und die Nocke wg Schieflauf he.
Die Ventile zu tauschen, wenn die Führungen das hergeben und die Sitze nachzufräsen ist Pflicht.
Neue Führungen ist richtig teuer, weil die Alten sind oft hinterblasen.
Wenn der Kopf runter ist, mal den Zylinder& Kolben vermessen. Mehr als 0,15mm Laufspiel ist nogo.
Da wurde oft sehr gesündigt, (gepfuscht). Wie man das macht, ohne den Zylinder zu zupfen, weist Du?
Dabei kann man auch das Pleueltopend zu einem neuen Kolbenbolzen vermessen.
Pleueltopend neu hat 0,02 , verschlissen ist 0,05 wenn Du die Karre noch länger fahren willst.
Das heißt aber Block zerlegen, Ölpumpe renovieren, Lager prüfen, Hauptlager erneuern und alle Wedis.
Wir sind dann im 4 stelligen Teuronenbereich.
Wenn Du Dich mal einlesen willst,
gerne hier:
http://www.sr-xt-500.de/phpBB3/viewtopic.php?f=5&t=4
und
http://www.sr-xt-500.de/phpBB3/viewtopic.php?f=5&t=1059
Da findest Du alles, an dem Du vorbei kommen kannst.
Achso:
Doppelzyndung.
Eine F1 Nocke, wenn nötig, führt zu einer fast gleichen Charakteristik, obwohl ich 2000upm unter Vollast wg dem Getriebe nicht propagiere.
Regards
Rei97

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woddel
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Re: Motor Revision Planung

Beitragvon woddel » Sa Apr 11, 2020 17:35

Danke fürs Feedback!

Ich glaube nicht Illusionen zu haben.
Es geht darum vernünftig vorzugehen.
Kopf und Klavier machen die meisten Sorgen.
Da rechne ich schon mit Neuteilen.
Bemaden ist eventuell Hinfällig, weil ich ja den original Zylinderkopfdeckel mit gefixten Wellen noch da habe.
Der ist vermutlich 70.000 gelaufen.
ich meine da komme ich größtenteils per Sichtprüfung zu einem Ergebnis.

Das mit den Führungen ist richtig spannend.
Da gibt es aber ja welche mit Übermaß.(?)

Die Doppelzündung ist seit `88 verbaut - das bedeutet ca. 90.000km so gelaufen.
Ich mag es bei 2000 min ohne Hacken durch die Stadt zu rollen.
Bei der Drehzahl ziehe ich die Öse nie ganz auf.
Motivation für den Einbau war die damalige Mär,
das in Spanien nur miesestes Klingelwasser ausgeschenkt wird.
Die XT war dann überall, aber nie in Spanien. Muß ich noch nachholen ;-)

Im Notphalle könnte ich natürlich auch den alten SR-Kopf mit kleinem Ventil aufarbeiten.
Der Wille ist ein anderer....

Kolben/Zylinder habe ich wie erwähnt schon mal per Endoskop beäugt.
Ist schon ein bisschen her:
viewtopic.php?f=2&t=14125
Sowas wie Spiel messen kann ich nach der Zerlege halt nicht.
Ich weiß schon - erst mal nicht zupfen...
Größer bohren als die aktuell vermuteten 88 ist glaube ich nicht drin.
Der rumliegende hat 87,5.

Klar ist auch die Ölpumpe auf der Speisekarte.
Die Pumpe sollte wie bei unsereins in Schuss sein.

Gretchenfrage ist da das Topend. Das kann ich auch nicht vermessen.
Wenn das Mist ist, wird die Baustelle größer.
Hier ist im Überholungsfalle meine Hoffnung meine beiden Kurbelewellen gegen eine Überholte zu verrechnen.
Soll kein billig-gegeier sein. Ich brauche keine zwei.

Ähnlich ist's mit dem Getriebe, Zylinder und Kopf.
viewtopic.php?f=2&t=14164&p=143422#p143422

Der Motor wurde bei 75.000 komplett neu gelagert und ist geräuschmäßig unauffällig.
(Die LC4 poltert deutlich mehr)

Der Gaser ist bereits mit Keyster ausgestattet.
Er ist nur verrotzt weil der Reinschlüssel-Tank wieder Wasser reingelassen hat (oder ist es Kondenswasser?).
Das stand zu lange in der Schwimmerkammer. NICHT schön.
Das mit dem Goldschieber ist halt grade so.
Der kann raus aus der Diskussion.

Wahlweise kann ich auch meine drei Mopeds verkaufen und mir eine
Enfied Himalayan kaufen. Die hat ja wohl auch Charakter. Aber die neue ist ja nochmal 15kg schwerer!
Oder eine 390er Adventure. Die wiegt ähnlich wenig kann aber alles viel besser. Aber die hat Gussies - iiihhhh!
Nein - nicht im Ernst!

Gruß
Woddel
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rei97
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Re: Motor Revision Planung

Beitragvon rei97 » Sa Apr 11, 2020 18:32

Also:
Bei hinterblasenenen Führungen muss die Grundbohrung aufgemacht werden.
Da passen dann keine Kedoführungen mehr rein, sondern Übermaßteile, die meine verlängerte Werkbank neu gedreht hat. Kosten ca 120€ /Stück, und selber machen ist nicht ohne Vorrichtungen.
Jede Kurbelwelle muss vor Verbau vermessen werden, sonst wird das nix.
Ich mache das schon öfters, aber KW-Neuaufbau mache nicht nicht mehr. 5 Stunden Sport beim Richten und messen sind trotz Presse und ohne Lohn = Hohn(Ich bin bald 68).
Beim Kopf kann schnell der halbe Tausender weg sein.
Unpaarige Kopfteile (IMMER OHNE HÜLSEN) wollen getestet sein weil ein rubbelndes Lager schnell kaputt ist.
Der Zylinder und der Kolben sollten jeweils vermessen werden, um Vorgängersünden auszuschließen.(Hatte ich schon öfters)uund es gibt 88,25 in Originalqualität (Guss)
Regards
Rei97

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Re: Motor Revision Planung

Beitragvon Hudriwudri » Sa Apr 11, 2020 19:42

BildWas bisher nicht erwaehnt wurde:
Wenn der fuehrungsanguss einen riss hat muss der rep geschweiszt werden.
Weiters selbst wenn die Fuehrungen hinterblasen sind kann man sie etwas groeszer Spindeln bzw Reiben und nach meiner Erinnerung sehr wohl die Uebermaszfuehrungen von Kedo verwenden wenn die Grundbohrungen net komplett hin sind.
Fuehrungen fertige ich meist selbst an und selbst bei generoeser Zeitgestaltung sind 120/Fuehrung bissl grenzwertig heftige preisgestaltung.
Eine Kopfrevision mit allem Drum und dran kann aber durchaus mit teilen um die 500 ausmachen.
Da koennte je nach neuteilpreisen (fuehrungen und ventile) durchaus das Robo-neuausbuchsen sich noch ausgehen.
Dh, der riss und die fuehrungen sind relativ zeitaufwendig der Rest ziemlich trivial.

Schoene Ostern

Christian
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Re: Motor Revision Planung

Beitragvon woddel » So Apr 12, 2020 0:01

Vielen Dank für Feedback!

Meine Unpaarigen Kopfteile laufen ja seit ein paar zigtausend km.
Vermutlich hatte ich Glück.
Ich würde auf paarig Zurückbauen - der Deckel ist ja noch da.

Frage: was ist Robo-neuausbuchsen?

Jedenfalls ist es so, das ich um eine spannende Kopfrevision wohl nicht drumrum komme.

Zwecks Kolben - ein Gusskolben ist für meine Vorstellungen glaube ich der bessere.
Wo gäbe denn den 88,25er?

Gruß
Woddel
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Re: Motor Revision Planung

Beitragvon Hiha » So Apr 12, 2020 7:06

Mein Senf:
Doppelzündung beibehalten, den Rest erstmal anschauen. Vielleicht reicht Honen mit neuen Ringen, plus Kopfrenovierung.
Die SR hatte übrigens immer schon ein 47mm- Einlassventil, das 45er gabs nur bei den alten XTs.
Hans

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Re: Motor Revision Planung

Beitragvon Mambu » So Apr 12, 2020 10:13

Guten Morgen und Frohe Ostern!

...ich würde auch erst mal Motor ausbauen und den Kopf runter nehmen...nach 20000km sollte die Kolben-Zylinderkombo noch für mindestens die gleiche Distanz gut sein. Riss an der Einlassführung hatte ich vor kurzem auch, war eine gigantische Ölschlacht von ca. 0,2l / 100km!! (...das ist eine andere Geschichte... :lach: )
Da der Motor mechanisch unauffällig läuft, schätze ich mal, dass untenrum alles i.O. ist.
Kopf wäre mit Riss, ... wie vom versierten Reparateur meines Kopfes (an dieder Stelle nochmals herzlichen Dank, Christian... 8) ) beschrieben eine größere Baustelle. Gegen einen anderen Kopf aus der Bucht spricht hier eigentlich nur die DZ.... :roll:
Geringer Kapitaleinsatz und wenig Lust zum Schrauben schließen sich meiner Meinung nach hier aus...entweder Mut zum Sein lassen mit dem Risiko, doch den Zylinder bald schon zupfen zu müssen, oder halt größerer Aufriss... :D
...meine persönliche Meinung!
Insbesondere bei eigenen Motoren fahre ich mehr und mehr die Strategie "Sein lassen", man merkt im Betrieb, was dem Schätzchen fehlt.
Motoren unbekannter Herkunft sind da natürlich so zu behandeln, wie Helmut schreibt.

Ich wünsche Dir mehr Lust am Schrauben, dann sieht so eine Baustelle ruckzuck viele angenehmer aus... :mrgreen:

Herzliche Grüße
Mambu

PhilR
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Re: Motor Revision Planung

Beitragvon PhilR » So Apr 12, 2020 10:20

...Frage: was ist Robo-neuausbuchsen?...
Hoi Woddel,

Robo buchsen bedeutet, die spielbehaftete Bohrung der Kipphebelachse auszubuchsen. Der Witz daran ist, dass die Kipphebel hinterher halt sauber und nicht schief auf der Nocke laufen müssen. Das ist alles andere als trivial.

Schau', so sieht das dann nach erfolgter Reparatur aus.

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Das mit der Madenschraubenreparatur wird ja häufig gemacht, es kann gut gehen, muss es aber nicht.

Grüße

Ph.

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Re: Motor Revision Planung

Beitragvon woddel » So Apr 12, 2020 10:38

Danke für eure Einschätzungen!
Genau so etwas hatte ich erhofft.

Mir geht es nicht um geringen Kapitaleinsatz.
Es ist ja alles immer eine Abwägung von Aufwand und Effekt.

Lust zum Schrauben habe ich schon, aber weniger Lust das die Kiste 3 Monate steht.
Und man muss die Zeit aufbringen.

Der Riss im Kopf ist wie gesagt nur erinnert und bis vor vielleicht 2000km war der Ölverbrauch in Regionen von vertretbar.

Die letzte Zeit war ich so gerne auf der XT, das der Wunsch eher in Richtung „wenn machen, dann so das es lange hält“ geht.

Wenn der Kopf alle vermuteten Probleme hat reichen 500 Euronen dafür eher nicht. Da stellt sich die Frage ob man dann nicht den Rest auch auf einen vernünftigen Level hebt.

Mal sehen.

Noch ne Frage: wie beurteile ich die Schienen der Steuerkette. Die sind ja uralt und hätten aus. Und sind erstaunlich ungünstig.

Gruß
Woddel


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Re: Motor Revision Planung

Beitragvon Mambu » So Apr 12, 2020 10:53

...auch wieder so ne Sache.
Wenn ich keine Beschädigungen sehe, baue ich die wieder ein.
Wenn man die Dinger biegt, treten schöne Risse in Erscheinung und man kriegt gehörig Angst. Ich habe in der Vergangenheit dann oft neue Teile (die Feste am Zylinder) eingebaut....bis ich mal eine Neue nach relativ kurzer Laufzeit dem gleichen Test unterzogen habe... :eek: ...gleiches Verhalten!
Seither spare ich bislang erfolgreich... :wink:

Hier hat Helmut sicher den größeren Erfahrungsschatz...

Herzliche Grüße
Mambu

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Re: Motor Revision Planung

Beitragvon xtrack » So Apr 12, 2020 11:30

Hallo woddel,
wie tief sitzt deine Steuerkettenspanner- Einstellschraube in der
Kontermutter ?
Falls tiefer als 8 mm ist eine neue Steuerkette fällig oder Schiene
verschlissen.
LG xtrack

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Re: Motor Revision Planung

Beitragvon Lippi » So Apr 12, 2020 11:47

Moin,
Vor gleichem Problem stand´ ich bei meiner einen XT auch im letzten Jahr. Ursprünglich sollten nur erstmal die Schaftdichtungen gemacht werden um den Ölverbrauch von 1l auf 1000 km einzudämmen. Dann habe ich den Motor aufgemacht und festgestellt, dass sich das Kolbendach bereits verformt hatte und der Kolben auch sonst in der Laufbuchse bereits am kippeln war. ...

Ich habe dann kürzlich den Kopf machen lassen mit oben beschriebenem Ausbuchsen der Kipphebelachsen, Zylinder hohnen schleifen, Ventile neu + einschleifen, Nocke und Kipphebel (neuwertig) von einer SR mit sehr geringer Laufleistung, 2. Übermaß OEM verbaut. Das ganze dann noch beschichten lassen und wieder zusammengebaut, es kommt dann halt immer noch Kleinkram obendrauf, den man dann gleich ersetzt oder repariert oder einfach wieder schick macht.Auch mit der Maßgabe auf Haltbarkeit. Es war letztlich ein Winterprojekt immer peu à peu.
Jetzt bin ich am einfahren bei KM 600 und vollends zufrieden ! :D

Ich habe jetzt nicht alles zusammen gerechnet aber der finanzielle Aufwand lag dann um und bei bei 1 Kilo.

VG
Lippi

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Re: Motor Revision Planung

Beitragvon rei97 » So Apr 12, 2020 11:59

Also:
@ Christian, die 120+ Steuer sind nicht nur die Übermaßführung, sondern Aufspindeln der Grundbohrung einpassen der neuen Führung aufreiben derselben und Sitze neu fräsen. Machst Du das günstiger, sende ich Dir Köpfe gerne zu. Ich habe gerade 5 hier liegen.
@ Hans , durchhonen und neue Ringe, aber richtig montiert, erst nach Vermessen der Kombo. Ich habe da schon Pferde kotzen sehen.
@ Phil, das Bemaden wurde schon oft diskutiert, aber nach über 100 verbauten Maden gab es nie ein Problem. Man muss es halt richtig machen, genau wie auch beim Ausbuchsen. Die Kosten sind mit 5€/Made überschaubar.
@ Mambu, eine nie getauschte feste Gleischiene ist nicht nur spröde, sondern zerlegt sich auch in Krümelchen, die im Sumpfgitter und sonstwo wiederzufinden sind und an einer erhöhten Geräuschkulisse. Ja die Dinger haben mal 20€ gekostet und inzwischen sind es 74€. Ich tausche die fast immer bei einem Neuaufbau aus. Es lohnt sich, zumal es meist nicht die Längung der Steuerkette ist, die durchaus 1% Längung gut für die nächsten 50kkm ist.
Was dem Werkl fehlt, klang ja zu Beginn an, es säuft Öl und der TE mag noch lange dran haben.
@woddel, 88,25 werden rar, aber ich habe genau noch einen 'minibigbore' mit Zugentlastung im Regal.
Regards
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Re: Motor Revision Planung

Beitragvon woddel » So Apr 12, 2020 12:23

Habe gerade gesehen. KEDO hat 88,5 geschmiedet.

Gruß
Woddel


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