Aufarbeitung Kupplungsdeckel

In diesem Forum soll es um die Reparatur unserer XT gehen
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woddel
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Aufarbeitung Kupplungsdeckel

Beitragvon woddel » Fr Mai 15, 2020 21:16

Hallo!

Nachdem hier einige sehr Wissende in Sachen Material unterwegs sind.

Mein oller Kupplungsdeckel soll auch wieder schön werden.
Die Schwierigkeit bei der Sache - er soll silbern - am besten Materialfarben sein.
Mein ganzer Motor ist Alufarben.

Jetzt ist dieses Magnesium ja ein Sensibelchen.
Bürsten mit einer Messingbürste ist fürchte ich nix oder?
Dann reib ich ja edleres Metall an das unedlere.

Wenn ich normal poliere muss ich zum Lacken ultragründlich entfetten.
Und er muss nicht spiegeln, aber das Magnesium-Grau ist weniger schön.

Ich habe auch von Chemischen Behandlungen gelesen,
aber das ist nix für den Heimwerker und ich habe keine Ahnung wer sowas macht.
und ich fürchte es ist auch teuer.

Am Ende würde ich Motor-Klarlack draufmachen wenn nix anderes empfohlen wird.
Silberner Lack ist irgendwie blöder Fake.

Gruß
Woddel
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Karsten K
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Re: Aufarbeitung Kupplungsdeckel

Beitragvon Karsten K » Fr Mai 15, 2020 21:47

Hallo Woddel
Auch wenn ich dies aus einem Artikel über Felgen kopiert habe wird es zutreffen. Der Werkstoff ist ja der gleiche.

eine Magnesium Gußlegierung wie es die Felge darstellt kann nicht poliert werden. Auch galvanische Überzüge (z.B. verchromen) sind nicht dauerhaft möglich.Außerdem kann man ungeschützten Magnesium beim korrodieren zusehen. Es ist eines der unedelsten Metalle und verbindet sich gierig mit Sauerstoff. Der Korrosionsschutz bei Magnesiumlegierungen ist sehr Aufwändig und mit viel Chemie verbunden.
Früher wurde die Haltbarkeit von Magnesiumrädern mit zwei Jahren angegeben. Danach sollten sie aus Sicherheitsgründen nicht mehr installiert werden. Heute werden sie wohl wegen fortgeschrittener Technologie ein wenig länger halten.
Die Sonderserie der MV Agusta (italieniesches Moped... ca. 70 T€) fährt auch auf Magnesiumfelgen.
Hier schreibt das Werk einen Austausch der Felge nach 4 Jahren vor, da diese dann weich werden.

Wenn du den Deckel magst mach Lack drauf.

Oder, das fällt mir gerade ein, Kuntzinger fragen ob er den Deckel aus Alu im Sortiment hat.

Karsten

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Re: Aufarbeitung Kupplungsdeckel

Beitragvon Hudriwudri » Fr Mai 15, 2020 22:15

Glasperlstrahlen lassen auf Hochglanz und sofort aber wirklich unverzüglich 2K Pu Hochglanz lackieren, innen und Außen. Ansonsten muss grundiert werden mit zinkchromatlavk oder Chemie wie alleine, beides relativ gesundheitsschädlich...leider.
Rlg

Christian
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Re: Aufarbeitung Kupplungsdeckel

Beitragvon woddel » Fr Mai 15, 2020 23:03

2k pu Hochglanz in klar?

Habe RH Motorlack in klar gerade in der Post.

Gruß
Woddel


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Re: Aufarbeitung Kupplungsdeckel

Beitragvon woddel » Fr Mai 15, 2020 23:04

Innen und außen? Mögen das die Dichtflächen?


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Re: Aufarbeitung Kupplungsdeckel

Beitragvon woddel » Fr Mai 15, 2020 23:07

Des Kuntzigers Zeug finde ich sehr g**l, ist mir aber für mein Ding zu technoid.


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Re: Aufarbeitung Kupplungsdeckel

Beitragvon rei97 » Sa Mai 16, 2020 9:05

Also:
Ich würde den Deckel in Silber pulvern lassen.
Das hält ewig und ist sehr elastisch bzgl Steinschlag.
Da für das Einbrennen auf 200°C erhitzt werden muß, müssen Wedis und Rückschlag ent fernt werden.
Der Deckel wird dann abgeklebt (Innen , Dichtflächen und Wedisitze ) und dann geht es schon los.
Wegen der Silberfarbe würde ich Gehäuseteile, die schon in Alu-natur sind mitgeben.
Versierte Pulverlacker bekommen das farblich hin.
So eine Pulverei am Deckel incl. glasperlen ist aber über 50€.
Unter die verzinkten Schrauben nachher verzinkte Scheiben drunter, daß die Schrauben nicht die Pulverschicht beschädigen. Den Zündungsdeckel tät ich gleich mitgeben.
Regards
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Re: Aufarbeitung Kupplungsdeckel

Beitragvon woddel » Sa Mai 16, 2020 9:13

Zündung und Filterdeckel sind schon Poliertes Alu.

Man könnte doch auch klar Pulvern oder?

Gruß
Woddel
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Re: Aufarbeitung Kupplungsdeckel

Beitragvon schlork » Sa Mai 16, 2020 9:55

Zündung und Filterdeckel sind schon Poliertes Alu.

Man könnte doch auch klar Pulvern oder?

Gruß
Woddel
Ja aber da besteht evtl die Gefahr dass das einigermassen schnell vergilbt. Es gibt inzwischen aber auch chromähnliches Pulver. Aber genau gleich wie der Rest wirds nie aussehen

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Re: Aufarbeitung Kupplungsdeckel

Beitragvon woddel » Sa Mai 16, 2020 10:05

Gleich wie der Rest wird sowieso schwierig. Der Getriebeblock ist vor mindestens 25 Jahren gestrahlt und lackiert. Vom Prinzip her ist mir ehrliche Materialfarbe lieber als shiny Lack. Aber das Magnesiumgrau ist halt ein wenig trostlos.


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Re: Aufarbeitung Kupplungsdeckel

Beitragvon schlork » So Mai 17, 2020 19:41

Vom Prinzip her ist mir ehrliche Materialfarbe lieber als shiny Lack.
Jede Farbe ist schön, Hauptsache sie ist schwarz! :D
Gab es nicht irgendwie die Möglichkeit einen SR Deckel auf XT umzuarbeiten? Dachte ich hätte das mal gelesen. Der SR Deckel ist ja kein Magnesium.

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Re: Aufarbeitung Kupplungsdeckel

Beitragvon woddel » So Mai 17, 2020 19:49

Na da fehlt halt ganz entscheidend der Unterbrecherdeckel.
Die rechte Getriebegehäusehälfte kann man wohl anpassen.

Gruß
Woddel


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Re: Aufarbeitung Kupplungsdeckel

Beitragvon rei97 » So Mai 17, 2020 21:06

Also:
Nö, das ist ein frommer Wunschtraum.
Chimären mit SR Block und XT Deckel hab ich schon 3 Stück aufgebaut.
Umgekehrt mit dem SR Deckel muss man das Loch vom Zwischenradl zu machen, weil sonst der Ölfluss offen steht und alles auf SR Lima umbauen.
Regards
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Re: Aufarbeitung Kupplungsdeckel

Beitragvon Frank M » So Mai 17, 2020 21:18

den Motor in einer meiner XTs hab ich vor 19 Jahren komplett glasperl gestrahlt und die Oberfläche anschließend nur mit Petroleum abgerieben, damit der Farbton auch mit Grabbelfingern einheitlich bleibt. Die Kupplungsglocke am Magnesiumdeckel hatte ich vor dem Anbau noch poliert; der Glanz hält aber bestenfalls ein paar Tage, dann wird alles stumpfgrau.

Entgegen aller Prognosen ist der auch noch mit VA-Inbusschrauben befestigte Magnesiumdeckel nicht innerhalb kürzester Zeit wegkorrodiert und auch die Schraublöcher zeigen keine Veränderung. Das Moped wird nicht im Winter gefahren und sieht selten Regen. Bisher hatte ich den Deckel noch nicht wieder ab. Mag sein, dass er mir beim Abbauen irgendwann zu Staub zerfällt, glaub ich aber eher nicht.

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Re: Aufarbeitung Kupplungsdeckel

Beitragvon rei97 » So Mai 17, 2020 21:35

Also:
Ganze Motore glasperlen gelassen hab ich auch, aber da ist die SR einfacher.
Mit dem Magnesiumdeckel ist das schon ein Stückweit heikler.
Bei den mindestens 10 gestrahlten Teilen waren trotz Profibearbeitung 2 Stück relativ zerfallen /zerkratert.
Das ist dann richtig Freude die wieder eben zu bekommen.
Die Nacharbeit ist nicht nur zeitaufwendig, sondern danach auf Prollieren zu kommen ist illusorisch.
Das wird schnell wieder grau.
Deshalb der Gedanke mit einem polierten Aluteil farblich einen Pulverer zu beauftragen, nicht Klarlack.
Das kostet zwar, zahlt sich aber über Jahre aus.
Regards
Rei97


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