Ein Gaszug

In diesem Forum geht es um das Umbauen der XT (Gabel, Bremse, Tank, Sitzbank, ...)
Lutzemann
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Ein Gaszug

Beitragvon Lutzemann » Di Okt 03, 2017 15:04

Hallo,
habe schon mit der Suchfunktion probiert, leider nichts gefunden...
Würde meine 82er XT gerne auf nur einen Gaszug umbauen. Ist das mit dem Original Vergaser möglich? Wenn ja, wie? Leider ergab auch meine Google Suche nichts... Würde mich wundern, wenn das noch niemand vorher umgebaut hat.

MfG, Lutz

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Re: Ein Gaszug

Beitragvon thealien » Di Okt 03, 2017 15:27

hallo auch

klar geht das ..lass den 2ten gaszug einfach weg.
bei mir war noch ein 1 zug gasdrehdings drauf (irgend ein china teil)
ich hab meine zerfeldderte so gekauft....1 gaszug...& zusaetzliche feder am vergaser irgendwo drangeuedelt
das ist aber absoluter schwachsinn in meinen augen....bzw ich sehe den sinn nicht dahinter warum 1 gaszug ?
das wird vermutlich auch der grund sein warum das keiner macht.


gruss
markus
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Re: Ein Gaszug

Beitragvon motorang » Di Okt 03, 2017 15:32

Manche klassische Gasgriffe haben nur einen Zug, manche Vergaser haben nur einen Zug, kann man machen, aber die Zuverlässigkeit der Rückstellung sollte man sich ganz genau anschauen. Von selber rückstellen muss das sowieso, sonst meckert der TÜV.

Beim Originalvergaser scheint mir persönlich die Rückstellkraft mehr als ausreichend.
Achtung: bei manchen Vergasern kann man ohne die Begrenzung durch den Rückstellzug den Schieber so weit aufziehen, dass die Nadel aus der Nadeldüse springen kann. Und dann geht das Gas definitiv nicht mehr zu, und Dauervollgas liegt an!! Hatte ich mal an einem Zweitakter ...

Die Rückstellung des Warmstartknopfes geht ohne Rückstellzug natürlich am Originalvergaser auch nicht mehr.

Gryße!
Andreas, der motorang

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Re: Ein Gaszug

Beitragvon Frank M » Di Okt 03, 2017 16:45

die desmodromische Schiebersteuerung mit Öffner- und Schließerzug ist das Beste und Sicherste was man haben kann. Die Rückstellkraft der Feder auf der Schieberachse sollte dafür wohl reichen, wenn alles gut funktioniert. Wenn nicht, musst du dazu in der Lage sein bei einem plötzlich auftretenden Gashänger (gern nach Vollgas beim Anbremsen auf eine Kurve) blitzschnell die Kupplung zu ziehen, das Moped trotz der stabilisierenden Kreiselkräfte der im roten Bereich drehenden Kurbelwelle einigermaßen in die Kurve zu legen und per Killschalter den Zündstrom zu unterbrechen (dauert). Mit etwas Glück passiert dir das vor einer Linkskurve und du hast rechts neben der Straße ausreichend Auslauf, bei Rechtskurven braucht man deutlich mehr Glück.

Muss man mögen, sowas...

Lutzemann
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Re: Ein Gaszug

Beitragvon Lutzemann » Di Okt 03, 2017 16:53

Interessant dass hier alle so für die 2 Züge sind. Klar verstehe ich, dass 2 Züge sicherer sind. Aber selbst meine Guzzi le mans 3 und Motocross Motorräder haben nur einen Zug. Ich finde,mit nur einem Zug sieht das kockpit auch aufgeräumter aus.
MfG Lutz

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Frank M
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Re: Ein Gaszug

Beitragvon Frank M » Di Okt 03, 2017 17:35

wie gesagt, wenn alles gut funktioniert, kein Problem.

Kannst ja mal nach "Gashänger" oder "throttle stuck" gurgeln.
Wenn man sowas mal erlebt hat verliert die Aussicht auf ein etwas "aufgeräumter" wirkendes Cockpit schnell an Bedeutung.

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Re: Ein Gaszug

Beitragvon Twinshocker » Di Okt 03, 2017 21:08

Interessant dass hier alle so für die 2 Züge sind. Klar verstehe ich, dass 2 Züge sicherer sind. Aber selbst meine Guzzi le mans 3 und Motocross Motorräder haben nur einen Zug. Ich finde,mit nur einem Zug sieht das kockpit auch aufgeräumter aus.
MfG Lutz
Der Hintergrund ist folgender:
Wenn der Schieber direkt am Gaszug hängt z.B. bei deinen Dellortos ist dort eine Spiralfeder als Schließfeder verbaut. Auch wenn die brechen sollte (im Extremfall genau in der Mitte) reicht die Kraft noch aus um den Schieber zu schliessen.
Wenn der Schieber über ein Drehbares Teil bewegt wird wie bei der XT dann hat man dort eine Schenkelfeder als Schließfeder. Wenn die bricht ist die Rückstellkraft gleich Null, daher der Schliesserzug.

Das Szenario der brechenden Feder ist zugegebenermassen recht konstruiert, trotzdem ist das der Grund warum solche Vergaser meist zwei Züge haben.
......gefangen im Körper eines Erwachsenen.......

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Re: Ein Gaszug

Beitragvon YAMAHARDY » Di Okt 03, 2017 21:58

Auch auf die Gefahr hin das mein TIP hier wieder eine Allgemeine Schockstarre auslöst ,
würde ich mir lieber so ein Teil dranbauen !
zB.:
http://www.ebay.de/itm/Ducati-900-SS-Ga ... SwozRZz0-h

Damit wirkt es am Lenker gleich viel aufgeräumter und man hat zwei Züge !
Weil ob ein Zug oder zwei Züge im großen Bogen zur Lampe laufen macht für die Aufgeräumte Optik keinen Unterschied ! Meine Meinung!
Habe ich an alle meiner Umbauten dran ,wegen der aufgeräumten Optik außer bei meinen Original XT's nicht !

download/file.php?id=12356&mode=view

Gruß, Hardy
" klarteXT "

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Re: Ein Gaszug

Beitragvon Frank M » Mi Okt 04, 2017 14:17

wenn es um die Optik bzw. den kleineren Bogen geht funktioniert auch der preiswerte Gasgriff der XT600

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Re: Ein Gaszug

Beitragvon Yahmama » Do Okt 05, 2017 21:06

Ich fahr seit Jahrzenten mit nur 1 Zug. Originalgaser umgebaut, ohne zusätzliche Feder etc. Gasgriff ist der von der DT. Wiso ich es gemacht hab. Dellorto und Co.
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Re: Ein Gaszug

Beitragvon thealien » Fr Okt 06, 2017 9:26

hallo...

tja...ein gaszug...
sorry ich finds immernoch doof..
vermutlich bin ich vorbelastet.
beteiligte...
ne yamaha xv1000 midnight shadow...serienmaessig ein gaszug
ein kiesweg..ne schafweide...ein baum...ein ungeschickt verlegter neuer benzinschlauch

fazit...
eine komplett zerschellte xv...ein besitzer der abgeworfen wurde, in den acker wo es weich war. einen haufen blaue flecken/verstauchungen....2ter gang..vollgas...beim anbremsen einer kurve...rettender kiesweg mit schafweide war geradeaus.
laut angaben des besitzers hat er einige saltos im dreck gemacht....die xv ist weitergefahren bis zum baum.

beim aufraumen haben wir ne weile gebraucht bis wir alle teile gefunden haben...und da war nicht viel plasik an der kiste.

also...ich will meinen gasgriff wieder zu drehen koennen.

gruss
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Re: Ein Gaszug

Beitragvon motorang » Fr Okt 06, 2017 10:35

Ich hab mir mal am Gespann die Hinterradschwinge und beide Federbeine vernichtet wegen sowas ... mit Vollgas auf die Kehre zu im zweiten Gang, dann Gas zugemacht damit der Beiwagen mit seinem Restschwung das Gespann in die Linkskehre schiebt. Nur ging das Gas nicht zu. Bin dann trotz Notbremsung mit ausreichend Restgeschwindigkeit in der Kehre auf die Randschneewächte aufgeritten, das Gespann hat es überschlagen ...

Da war eben die Teillastnadel aus der Düse gesprungen und hatte beim Gas zumachen nicht mehr zurückgefunden. Hätte aber auch ein verklemmter Gaszug sein können oder ein vereister und damit nicht mehr leichtgängiger Vergaser. Ohne Not fahr ICH nicht einzügig.

Aber jeder wie er mag und kann

Gryße!
Andreas, der motorang

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Re: Ein Gaszug

Beitragvon Lutzemann » Do Okt 12, 2017 21:14

Vielen Dank für die ganzen Beiträge. Ich denke, es ist tatsächlich sinnvoller bei diesem Vergaser mit den 2 Gaszügen zu fahren.
Gruß, Lutz


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