Projekt 79er Neuaufbau

In diesem Forum soll es um die Reparatur unserer XT gehen
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Projekt 79er Neuaufbau

Beitragvon doc-dirt » Mi Okt 02, 2019 20:30

Moin liebe XT Gemeinde,
es ist inzwischen über 7 Monate her, wo ich meine '79 XT gekauft habe. Eine, die richtig gut aussah. Das dachte ich zumindest. Gekauft habe ich sie aus erster Hand von einer Frau älteren Semesters. Die Frau konnte sich von der XT bisher nie trennen und hat ein Glashaus im Garten bauen lassen um sie dort abzustellen und täglich angucken zu können. Dort drinnen stand sie dann auch über 4 Jahre , Sommer wie Winter. Die Patina, die ich persönlich gut finde, hatte aber mehr mit rott als Patna zu tun. Daher haben wir ,(danke an euch Zwei, denn ohne euch hätte ich das Projekt nicht machen können- Knie nieder-) sie dann doch zerlegen müssen. Die Folge davon ist ein Neuaufbau, weil die Substanz einfach zu schlecht war. Zylinder hohnen lassen, neuer Kolben, Teile strahlen und pulvern lassen, Tank entrosten, Teile verchromen und verzinken, Laufräder neu aufspeichen, Reifen neu, Tacho und DZM zerlegt und gangbar gemacht, Motorteile strahlen und lackieren etc.. Nun sind alle Teile soweit wieder fertig, das sie zusammengesetzt werden kann. Fortsetzung folgt.. tschüß
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Re: Projekt 79er Neuaufbau

Beitragvon bertl » Do Okt 03, 2019 7:54

Guten Morgen,
sehr interessant, bei mir geht's mit einer 78er heuer noch los. Wie hast du den Rost aus dem Tank behandelt? Ich habe schon erzählt bekommen, das scharfkantiges Zeug wie Glasscherben, Spaxschrauben, Kieselsteine etc in den Tank kommen, um dann stundenlang in einem Betonmischer durchgeschüttelt werden. Selbstverständlich wird der Tank ordentlich eingepackt.
Funktioniert das?
Ich werde aufmerksam mitlesen, Dankeschön.
Bertl

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Re: Projekt 79er Neuaufbau

Beitragvon doc-dirt » Do Okt 03, 2019 17:49

Moin Bertl,
zuerst habe ich es so probiert. 75 % Wasser 25 % Chlorreiniger mit Natriunhydrochlorid in den Tank kippen. Einen Nagel nehmen und in den Tank in die Lösung legen. Isolieren gegen Kurzschluss am Tankinneren. Dann eine Batterie nehmen. Eine Leitung an den Benzinhahn (Masse) das andere an den Nagel. Fertig ,der Rest ist Wartezeit ca 4 Stunden...mit paar Bierchen.. Kommt drauf an wie gross die Batterie ist, dann funktioniert es sehr gut. Meine Batterie war zu klein, so das sie zu schnell leer war. Zum Erfolg hat Zitronensäure geführt. Ein Kilo Zitronensäure ( aus der Drogerie) in 10 Liter heisses Wasser auflösen und ab in den Tank. Reagiert aber ( soweit ich weiss ) nur solange das Wasser heiss ist. Daher habe ich einen Heizstrahler in die Nähe des Tanks gestellt . Vorsicht beim Lack mit dem Heizstrahler. Mehrere Stunden einwirken lassen. Sieht man ja was dort heraus kam.Dann mehrfach mit Wasser ausgespült. Als letzten Schritt sofort in den Ofen und bei 50°C gar gekocht bis alle Feuchtigkeit raus ist. Der rostet sonst so schnell, da kannst Du bei zusehen. Gruß
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Re: Projekt 79er Neuaufbau

Beitragvon schlork » Do Okt 03, 2019 19:43

TANKDOC

https://www.amazon.de/gp/product/B00I85 ... UTF8&psc=1

Kann ich nur wärmstens empfehlen! Apropos wärmstens, dazu solle man noch einen kleinen Tauchsieder haben/kaufen.

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Re: Projekt 79er Neuaufbau

Beitragvon thealien » Fr Okt 04, 2019 7:48

hallo

ja kenn ich mit dem tank
ich habs mit kreen weiss & deren tankreiniger gemacht. mein tank sah auch suboptimal aus....

sieht mit dem Tauchsieder dann so aus
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Re: Projekt 79er Neuaufbau

Beitragvon UweD » Fr Okt 04, 2019 11:45

Hallo Leute

Ich habe einen Stahltank (für eine DT250, aber das tut ja nichts zu Sache) chemisch entlacken lassen.
Im Laugenbad wird der Lack entfernt, im anschliessenden Säurebad dann der Rost.
Ich weiss zwar nicht mehr, was das gekostet hat, war aber nicht die Welt.
Wenn der Tank eh neu aufgebaut werden soll, für mich die eleganteste Lösung.

Gruss
Uwe


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