XT nach über 25 Jahren wiederbeleben

In diesem Forum soll es um die Reparatur unserer XT gehen
Philipp
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XT nach über 25 Jahren wiederbeleben

Beitragvon Philipp » Di Jul 10, 2018 23:34

Hallo werte Gemeinschaft,

Kurz ein paar Worte zu mir. Mein Name ist Philipp, ich bin 28 Jahre jung, komme aus Nordbaden und bin begeisterten Motorradfahrer. An meiner R6 hab ich schon so manche Wartungsarbeiten selber ausgeführt, aber nun möchte ich mich an einen Herzenswunsch dran machen. Die XT von meinem Vater stand wohl seit ca. meiner Geburt unbewegt in unserer Garage und vor ein paar Wochen hab ich Sie mal wieder vor die Garage in die Sonne gestellt und ein paar Bilder gemacht. Hier ein paar Bilder aus meiner Dropbox: https://www.dropbox.com/sh/ugfyq8200f8n ... 3p-Xa?dl=0

Tja und nun möchte ich die wieder flott machen und damit fahren. Zwei linke Hände habe ich zwar nicht, aber ganz ohne Hilfe werde ich das wohl nicht gestemmt bekommen. Darum eröffne ich hier diesen Thread damit das Ganze nicht als abgebrochenes Projekt auf Ebay landet.

Mein Ziel ist es so viel Substanz wie möglich zu retten und einen möglichst originalgetreuen Zustand wiederherzustellen (wobei ich glaube, dass das Heck schon mal nicht mehr Original ist). Ich hab z.B. bereits gelesen, dass man vorne relativ einfach eine bessere Scheibenbremse von einem Schwestermodell verbauen kann oder auf eine 12V Anlage umrüsten kann. Auf solche Maßnahmen möchte ich zunächst ein mal verzichten. Leider sind weder die Schlüssel noch die Papiere greifbar, müssten aber noch irgendwo zu finden sein. Für die Instandsetzung sind die Papiere aber wohl erst ein mal weniger das Problem, aber ohne Schlüssel fängt ja schon mal ein erstes Problem an. Ich hatte auch mal testweise den Kickstarter mit der Hand betätigt. Dabei ging es anfangs etwas schwieriger, dann auf ein mal sehr leicht (OT?) und dann wieder sehr schwierig. Um den Zylinder nicht (ganz?) zu ruinieren hab ich das dann mal lieber sein lassen. Inwiefern das jetzt noch normal schwer war oder nicht kann ich nicht beurteilen, hab bisher nur 125er Motoren angetreten :?

Als erstes sollte ich mir wohl aber das Buchelli zulegen um eine gute Anleitung für die Reperaturen zu haben. Was aber ist nun alles zu checken und zu machen? Was auf jeden Fall klar ist, ist alle Flüssigkeiten zu tauschen. Eine neue Batterie, Ölfilter und Reifen sind auch logisch. Ich denke aber das erste Ziel sollte sein, den Motor wieder zum laufen zu bekommen. Das wird ohne Zündung aber schon mal schwierig. Meine Idee wäre jetzt gewesen, die Zündung übergangsweisel kurz zu schließen. Oder ist das Zündschloss schnell ausgebaut und ein neuer Schlüssel angefertigt? Der Tank ist gefühlt halb voll mit etwas das mal vor langer Zeit Sprit war. Das muss natürlich raus und ggf. der Tank entrostet werden. Der Vergaser sollte wohl auch mal gereinigt werden. Reicht da putzen und durchspülen oder wäre ein Ultraschallbad anzuraten? Danach dann die Zündkerze raus, ein paar Tropfen Öl zum schmieren rein, neue Kerze rein. Dann mit Zündung richtig ankicken (muss ich mal genauer schauen, da liest man ja auch so einiges zu) und hoffen dass sich was tut? Oder sollte man den Motor gleich auseinandernehmen und revidieren? Falls ja wäre ich da schon an nem Punkt, den ich an fachkundige Hände abgeben möchte.

Soweit solls das erst einmal gewesen sein. Ich freue mich schon drauf mit euren ersten Infos am Samstag die ersten Schritte zu machen.

Schöne Grüße
Philipp :)

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Frank M
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Re: XT nach über 25 Jahren wiederbeleben

Beitragvon Frank M » Mi Jul 11, 2018 0:49

Moin Philipp,
was ich so auf den Bildern sehen kann ist bis auf die Fußrasten, die Griffe, den fehlenden Alumotorschutz und natürlich den Kotflügel hinten soweit alles im Originalzustand. Selbst der Auspufftopf mit dem 45° schrägen Endröhrchen passt zum Baujahr '77 und die Erstausrüster Reifen "Bridgestone-Trialwing" gibts m. W. schon Jahre nicht mehr.

Wenn die XT in lauffähigem Zustand damals abgestellt wurde und nichts festgegammelt ist spricht pauschal erstmal nichts dagegen, dass sie mit neuem Sprit und frischer Luft auch nach 25 Jahren wieder anspringt. Der Tank und der Vergaser werden vom uralten Sprit aber wohl ziemlich verharzt sein. Zuerst würde ich mal die Schwimmerkammer abbauen und reinsehen. Vielleicht hast du ja Glück und der Benzinhahn war zu und der Vergaser ist sauber. Dann reichen vielleicht sogar nur frischer Sprit, 'ne neue Kerze und ein neuer Luftfilter. Dass der Kicker mal schwerer und mal leichter geht ist normal und zum richtigen Starten der XT gibts massenhaft Anleitungen.

Um den fehlenden Zündschlüssel für einen Probelauf zu umgehen such hier mal im Forum nach "Y-Kabel". Wenn du sie nach dieser Standzeit gestartet bekommst werden wahrscheinlich innerhalb kurzer Zeit ein paar Simmerringe und Gummiteile wegen Versprödung aufgeben und sollten dann ersetzt werden. Alles machbar, viel Erfolg.

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Re: XT nach über 25 Jahren wiederbeleben

Beitragvon Karsten K » Mi Jul 11, 2018 7:29

hallo Philipp

Glückwunsch zu der 77er.
Zum Thema Tank entrosten. Wenn du es mit Hausmitteln wie Zitronensäure, Sand und Betonmischer.... nicht sauber bekommst. Hier ist eine gute Adresse.
Egon Damm
Untergasse 12a
35325 Mücke
0175-2237074
Im Bucheli-Projekt steht vieles zur SR und XT was dir behilflich sein kann
http://motorang.com/bucheli-projekt/
Des Weiteren die gute Seite von Torsten (auch hier im Forum)
http://www.ratpak.de/

Viel Spaß und Erfolg bei der Arbeit

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Re: XT nach über 25 Jahren wiederbeleben

Beitragvon boogieman » Mi Jul 11, 2018 9:30

Moin Phillip,

für die Startversuche: Die XT hat eins der schwächsten Zündschlösser die ich an Motorrädern kenne. :x Diverse Schlösser wurden bei Diebstählen einfach mit dem Schraubendreher gedreht. Meine XTs kann ich z.B. mit einem Schlüssel für Fenstergriffe in Startposition bringen. Einfach mal mit Gefühl und nicht zu großem Schlüssel probieren.
Ansonsten Y Kabel, wie schon geschrieben wurde.

Hier gibt es diverse Threads in denen kompetente Leute erläutern, was man bei Wiederinbetriebnahme beachten soll/ kann. Z.B. mal nach " XT 10 Jahre gestanden" suchen.
Ist ein schönes Modell, für das sich die Arbeit sicher lohnt...

Viel Erfolg
kick, kick- broooom

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Re: XT nach über 25 Jahren wiederbeleben

Beitragvon XTFRO » Mi Jul 11, 2018 13:59

Hallo Philipp!
Herzlichen Glückwunsch zu einem solch erfreulich wertvollen Erbe!
Kann bestätigen, dass auch eine sehr lange Stillstandphase nicht zwangsläufig zu all den vielzitierten Standschäden führen muss! Voraussetzung ist allerdings schon, dass das Gerät nicht irgendwo im Freien Wind und Wetter und vor allem Nässe ausgesetzt, sondern halbwegs gut geschützt untergebracht war!?
Bei meiner XT von 1977 hab ich 2009 nach gefühlt fast ewiger Ruhepause zunächst auch nur das wirklich Allernötigste gemacht, um erst einmal zum TÜV zu fahren, im Vertrauen darauf, dass dort einer der netten Prüf-Ingenieure mir schon eine konkrete Liste für den 'Rest' notieren wird ...
Hab probiert, ob der Motor sich normal durchdrehen lässt, und dann mit weniger als drei Tritten gestartet, wonach er auch sogleich einwandfrei lief. Die Reifendrücke noch auf die gewohnten Werte gebracht, auch vorsichtshalber das Öl erneuert und die Batterie sowieso. Auf die Qualität der noch nahezu vollen Tankfüllung hab ich schließlich einfach mal vertraut. Das war es schon!
Danach zum TÜV, wo mich die größte Überraschung erwartete: Kein großes Suchen in den 'Krümeln', keine nervigen Diskussionen über irgendwelche 'fragwürdigen' Details, nur die relevanten Funktionen geprüft, für OK befunden, und die Plakette aufgeklebt ...
Ich war echt total erstaunt, ganz klar, aber absolut glücklich über solch einen vernünftigen Prüfer!
In diesem Sinne: Viel Erfolg bei der Inbetriebnahme und viel Spaß nachher beim Fahren!
Mit freundlichem Gruß!
Heinz

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Re: XT nach über 25 Jahren wiederbeleben

Beitragvon Torsten » Do Jul 12, 2018 8:27

Kann bestätigen, dass auch eine sehr lange Stillstandphase nicht zwangsläufig zu all den vielzitierten Standschäden führen muss! Voraussetzung ist allerdings schon, dass das Gerät nicht irgendwo im Freien Wind und Wetter und vor allem Nässe ausgesetzt, sondern halbwegs gut geschützt untergebracht war!?
Vorgestern ein Mopped gehabt, da hatte ich vor zehn Jahren den Vergaser gereinigt und der Besitzer hat das Mopped im trocken abgestellt, naja der Vergaser ist zu und muss wieder gemacht werden, bei der Demontage zerbroeselte der Ansaugstutzen(wahrscheinlich 33 Jahre alt) und der Benzinschlauch gab seine Fluessigkeiten durch Risse ab.

Also wie Frank schrieb vorgehen, vielleicht vorher neues Oel und einen Filter spendieren; wenn das Mopped laeuft wird man hoeren/merken was gemacht werden muss.

Zuendschluessel: Zieh einfach den Stecker vom Zuendschloss ab, wenn dann kein Funken vorhanden ist kann man mit einem Y-Kabel den Kabelbaum umgehen.
Befolge nicht den Tipp mit dem Schraubenzieher, ausser das Schloss ist schon beschaedigt.

Have A Nice Day
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Re: XT nach über 25 Jahren wiederbeleben

Beitragvon rei97 » Do Jul 12, 2018 13:10

Also.
Zur Not hat Kedo ein Ersatzschloss.
Muste ich machen, weil das O-Schloss so ausgeleiert war, dass die Karre manchmal bei unberatenen Stelle plötzlich aus war.
Den Kabelbaum habe ich später auch ausgetauscht. Ein AGP Akku ist übrigens auch eine ratsame Anschaffung.
Regards
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Re: XT nach über 25 Jahren wiederbeleben

Beitragvon Torsten » Do Jul 12, 2018 19:44

Hallo Helmut,
Muste ich machen, weil das O-Schloss so ausgeleiert war, dass die Karre manchmal bei unberatenen Stelle plötzlich aus war.
Du zerstoerst aber nicht absichtlich oder nicht beabsichtigt ein funktionierendes Schloss.

Have A Nice Day
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Re: XT nach über 25 Jahren wiederbeleben

Beitragvon XTFRO » Fr Jul 13, 2018 19:51

Apropos Beständigkeit von Gummi!
Offenbar spielt es eine doch ungeahnt große Rolle, in welch möglichst optimalem Ausmaß ein Kraftfahrzeug geschützt abgestellt wird, ganz speziell bezüglich der Einwirkung von UV-Strahlung!?
Durch Torstens Erwähnung eines zerbröckelnden Ansaugstutzens und eines rissigen Benzinschlauchs an einer 'Gast'-XT wurde mir bewusst, dass an meiner XT nahezu alle originalen Gummiteile nicht nur noch vorhanden, sondern jeweils auch noch in einem praktisch fast neuwertig intakten Zustand sind, von drei oder vier kleineren Teilen abgesehen, die mal erneuert werden mussten, weil sie entweder mechanisch überstrapaziert worden waren oder einfach verloren gingen.
Anscheinend herrschen in meiner Garage in dieser Hinsicht wirklich besonders günstige Bedingungen!?
Und jetzt eine echte Versuchung für die Ultras unter den Originalos der XT-Liebhaber hier im Forum: Sogar die originale Erst-Bereifung meiner XT existiert noch, da sie bereits nach nur ein paar hundert Kilometern durch einen Satz Sixdays ersetzt, aber natürlich 'für alle Fälle mal' in der hintersten und dunkelsten Ecke aufgehoben wurde …
Hab heute doch mal nach den gut versteckten Dingern geschaut und auch kurz hingefasst: Das Profil wirkt praktisch vollständig, klar, und das Material fühlt sich durchaus noch sehr elastisch an, kein bisschen hart und spröde ...

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Re: XT nach über 25 Jahren wiederbeleben

Beitragvon Philipp » Mo Jul 16, 2018 16:36

So, die ersten Schritte sind getan. Zuerst ein mal vielen Dank für die vielen hilfreichen Tipps!

Letzten Freitag habe ich mal den Tank entfernt und die restlichen 2-3 Liter "Sprit" abgelassen. Dabei kam auch schon einiges an Siffe mit raus (siehe Bilder in der Dropbox). Der Tank ist von innen auch erwartungsgemäß vollkommen verrostet. Der Benzinhahn war auf Off gestellt und da auch die Batterie ausgebaut war hab ich die Hoffnung , dass mein Vater den Vergaser hat leerlaufen lassen oder zumindest der Vergaser nicht gereinigt werden muss (habe ihn noch nicht ausgebaut). Allerdings klemmte einer der Schrauben vom Benzinhahn, sodass ich den Tank noch nicht mit Zitronensäure behandeln konnte.

Der Luftfilter ist auch vollkommen schwarz. Welches Ersatzteil kommt dem originalen nahe? Beim K&N Filter magert ja die Mischung durch den höheren Durchsatz ab.

Ich hab auch mal ein Bild von der Zündkerze gemacht, die XT lief wohl damals zu fett. Mit ausgebauter Zündkerze lässt sich der Zylinder durch die fehlende Kompression butterweich drehen, keine haken oder schleifen.

Das Bucheli ist mittlerweile auch vorhanden. Als nächstes werde ich diese Woche versuchen die Schraube vom Benzinhahn mit Kriechöl, Hitze und ein paar sanften Schlägen zu lockern. Wenn das nicht hilft wird wohl gebohrt. Danach kommt dann sie Säurebehandlung vom Tank dran. Kabel zur Überbrückung sowie frisches Öl + Filter und Zündkerze sind auch gekauft. Nachdem das auch erledigt ist kommt der erste Startversuch aber das dauert noch ein paar Tage.

Ich halte euch auf dem Laufenden!
Philipp

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Re: XT nach über 25 Jahren wiederbeleben

Beitragvon Torsten » Di Jul 17, 2018 6:49

Hallo Philipp,
Das Bucheli ist mittlerweile auch vorhanden. Als nächstes werde ich diese Woche versuchen die Schraube vom Benzinhahn mit Kriechöl, Hitze und ein paar sanften Schlägen zu lockern. Wenn das nicht hilft wird wohl gebohrt. Danach kommt dann sie Säurebehandlung vom Tank dran. Kabel zur Überbrückung sowie frisches Öl + Filter und Zündkerze sind auch gekauft. Nachdem das auch erledigt ist kommt der erste Startversuch aber das dauert noch ein paar Tage.
wenn Du nicht warten moechtest nimm eine PET-Flasche und fuelle dort etwas Benzin ein und schliesse dieses an den Vergaser an.
Ich tippe darauf das Du den Vergaser auch reinigen musst, ist aber kein grosser Akt ->
zerlegen - http://www.xt-500.de/technik/vergaser/vergaser_zerlegen.htm
Montage - http://ratpak.de/spip.php?article271

Die Schrauben vom Benzinhahn bekommste mit einem Schlagschrauber auf -> https://www.ebay.de/itm/Handschlagschrauber-Satz-14-teilig-Schlagschrauber-Schraubendreher-1-2-Profi/171980741843?hash=item280ad9dcd3:g:jbMAAOSwo0JWL2Jy.
Mit Hitze sollteste nicht an den Tank gehen, da befindet sich immer noch ein zuendfaehiges Gemisch drin.

Die Zuendung muss nicht ueberbrueckt werden, es reicht den Stecker vom Zuendschloss abzuziehen.

Nimm den K&N-Tauschfilter, die XT ist von Hause aus zu fett abgestimmt, schau mal nach ob du 27 PS oder mehr hast, erkennbar am Ansaugstutzen und an der Hauptduese; vielleicht ist die monostroese Leistungssteigerung auch schon eingetragen.

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Re: XT nach über 25 Jahren wiederbeleben

Beitragvon Philipp » Do Jul 26, 2018 11:39

So, es hat sich wieder etwas getan.

Mit einem Schlagschrauber konnte ich die Schraube lösen, der Benzinhahn ist ab (siehe Bilder in der Dropbox). Der Benzinhahn war vom Einlass bis zum Hebel, der zum Glück auf off stand, vollkommen mit einer gummiartigen Substanz zugesetzt, die ich aber soweit auskratzen konnte. Es fehlen allerdings die 2 Filter/Siebe die vom Benzinhahn in den Tank ragen. Vielleicht sind die ja noch in dem Geraffel was noch im Tank hängt. Mal schauen was da noch so raus kommt. Sollten die nicht mehr auffindbar sein, müsste das ja aber auch ohne die gehen, oder? Im Worst Case müsste das ja, vornehmlich auf Reserve, im unteren Filter des Benzinhahns oder im Benzinfilter selbst hängen bleiben. Der Dichtsatz von Kedo für 20€ wird wohl auch fällig wenn ich mir die spröden Dichtungen so ansehe.

Zum Thema Zündung überbrücken, wenn doch nur der Stecker am Zündschloss abgezogen werden muss, wieso beharren dann so viele auf die Y-Kabel Methode. Ist das mit dem Abziehen nur Hörensagen oder auch schon selbst getestet worden? Ist nicht böse gemeint, ich bin nur unsicher. Oder funktioniert das nur bei bestimmten (älteren) Modellen?

Dann nehm ich doch den K&N Tauschfilter. Mein Vater hatte mir zumindest mal erzählt, dass er die Drossel im Krümmer rausgefeilt hat. Ob das auch eingetragen wurde weiß ich wegen fehlender Papieren leider nicht, aber so wie ich ihn einschätze wird er das wohl nicht gemacht haben :D

Als nächstes wird dann nächste Woche der Tank entrostet.

Bis dann
Philipp

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Re: XT nach über 25 Jahren wiederbeleben

Beitragvon Frank M » Do Jul 26, 2018 12:49

bevor du anfängst lies dir besser nochmal die Beschreibung von Andreas (motorang) zum Y-Kabel durch. Da steht alle genau erklärt. Im Prinzip verbindest du damit nur die zündstomrelevanten Komponenten (Lima/Kontakte/Zündspule) außerhalb des normalen Bordnetzes, um Fehler im Letzteren auszuschließen.

Die XT500 wurde noch nie über eine Drossel im Krümmer gedrosselt. Die 27PS-Drossel war immer eine Verengung im Ansaugstutzen zwischen Vergaser und Zylinderkopf.

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Re: XT nach über 25 Jahren wiederbeleben

Beitragvon Torsten » Fr Jul 27, 2018 6:41

Zum Thema Zündung überbrücken, wenn doch nur der Stecker am Zündschloss abgezogen werden muss, wieso beharren dann so viele auf die Y-Kabel Methode. Ist das mit dem Abziehen nur Hörensagen oder auch schon selbst getestet worden?
Frank hat schon etwas geschrieben.
Noch etwas spricht fuer das Y-Kabel, die Panik alle Kabel und Stecker wieder in den Scheinwerfer zu bekommen,
oder nur Unwissenheit in Kenntnis um die Elektrik der XT.

Es gibt noch viel mehr Stecker die abgezogen werden koennen und die XT wird weiterlaufen:-)
Besonders lustig ist wenn jemand erzaehlt das er die XT kurzschliessen musste um weiterzufahren.

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Re: XT nach über 25 Jahren wiederbeleben

Beitragvon Philipp » Fr Jul 27, 2018 11:04

Achso ist das, na dann werd ich mir wohl doch besser ein Y-Kabel stricken :)
Ich hatte mir die Anleitung mal durchgelesen und die Kabel am Motorrad gesucht. Kabel zur Zündspule ist ja klar. Das Kabel von der Lichtmaschine verläuft doch in Fahrtrichtung links unten am Motorblock am Ritzel vorbei und schließt dann weiter oben mit einem Stecker am Kabelstrang an, oder? Der Unterbrecher sitzt ja rechts unter dem Ölfilter, das Kabel hab ich jetzt leider nicht weiter verfolgt, aber ich schätze mal der Stecker dazu wird auch in der Nähe vom Stecker der Lichtmaschine sein? Gemeint sind natürlich immer die schwarzen Kabel :). Dann besorg ich mir passende Stecker und strick mir was zusammen.

Das mit der Drossel ist schon ein paar Jährchen her, dass er mir das erzählt hatte. Dann war es wohl doch nur die Verengung am Ansaugstutzen die er beseitigt hatte. Wenn ich dann den Vergaser reinige schau ich mal ob er dann auch die Hauptdüse von 220 auf 230 vergrößert hat. Das werde ich aber wohl erst in 1-2 Wochen herausfinden wenn ich wieder weiter machen kann.

Bis dann und nochmals Danke für die Tipps!
Philipp


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